Im Interview: Trainee Sarah

Sarah machte zunächst direkt nach der Schule eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten und arbeitete auch einige Zeit in diesem Beruf. Allerdings hatte sie schon früh für sich festgestellt, dass diese Arbeit sie nicht so erfüllt. Mit einem Händchen für IT-Themen ergriff sie die Gelegenheit, bei IT.NRW manuelle Testerin zu werden. Da sie aber schnell merkte, dass sie ohne „richtige Ausbildung“ in diesem Zweig nicht weiterkommt, holte sie zunächst ihr Fachabitur nach und begann im April 2021 ein Fernstudium im Bereich Medieninformatik. Nebenbei wollte sie bereits praktisch arbeiten und hatte auch einige Vorstellungsgespräche. Im September 2022 begann ihr Intensivtraining zur Systemapplikatorin und seit November 2022 arbeitet sie bei Yusen Logistics am Standort Duisburg als Trainee. Mehr verrät Sarah im nachfolgenden Interview. 

 

Wie bist du auf yakha gestoßen? 

Eigentlich eher zufällig. Ich stöberte bei Indeed nach offenen IT-Stellen und stieß auf die Anzeige von yakha, in der eine IT-Traineestelle ausgeschrieben wurde. Ich habe mir dann die yakha Webseite angeschaut und fand das Konzept von yakha super spannend. 

 

Wie kommt es, dass du dich für einen Quereinstieg in die IT entschieden hast? Was war dein Anreiz? Was hast du vorher gemacht? 

Ich hatte bereits Berührungspunkte mit dem IT-Bereich, war von dieser Welt fasziniert und habe mich entschieden, Medieninformatik zu studieren. Das Gebiet gefiel mir ganz gut und erschien mir weniger trocken als ein klassisches Informatikstudium. Ich habe mir aber die ganze Zeit gewünscht, auch einen praktischen Einstieg in die IT zu bekommen, den ich in meinem Studium bislang eher vermisst habe. 

 

Warum hast du dich gerade für das Traineeship mit yakha entschieden? 

Als ich die Stellenausschreibung entdeckte und mich mit dem Quereinsteigerkonzept von yakha beschäftigte, dachte ich mir, dass ich es einfach mal versuche. Mir gefiel die Kombination aus Intensivtraining und Training-on-the-Job. Ich dachte, dass das vielleicht meine Chance sein könnte, einen Einstieg in die IT zu bekommen. Vorher hatte ich ein Traineeship oder Bootcamp gar nicht in Erwägung gezogen. 


Erzähl mal wie dein Leben aussieht, seit Du das Traineeship begonnen hast. Wie hat sich dein Leben seither verändert? 

Als ich für mich entschieden hatte, dass ich nicht mein Leben lang in meinem Ausbildungsberuf arbeiten werde und lieber in der IT Fuß fassen möchte, hat sich das zunächst gut angefühlt. Ich wollte während des Studiums auch schon praktisch in der IT arbeiten und hatte auch einige Vorstellungsgespräche. Es war eigentlich schon fast komisch: Obwohl es Stellen waren, die explizit auch Quereinsteiger willkommen hießen, fehlten den Firmen dann trotzdem immer die Berufspraxis im IT-Bereich. Mein IT-Talent wurde gar nicht erst geprüft. Warum wird Quereinsteigern erst Hoffnung gemacht, wenn es letztendlich doch am offiziellen Lebenslauf scheitert? Das hat mich dann schon frustriert. 

Die Gespräche mit yakha und dann auch später mit Yusen Logistics, wo ich mein Training-on-the-Job absolvieren sollte, verliefen da ganz anders. Als man sich dann für mich entschieden hat, habe ich mich so sehr gefreut, das kann ich gar nicht in Worte fassen!  

Das spätere Intensivtraining zur Vorbereitung auf den Job war wirklich intensiv, aber es hat auch echt Spaß gemacht, mit den anderen Trainees in der Gruppe zu lernen. Ich habe in echt kurzer Zeit so viel Neues gelernt. Und auch persönlich bin ich über mich hinausgewachsen. Wenn ich in der Vergangenheit englisch sprechen musste, war ich immer etwas unsicher. Bei yakha wurde mir diese Angst direkt genommen; ich wurde – auch von den anderen Trainees – darin unterstützt, die Scheu vor dem Sprechen zu verlieren, und jetzt macht es einfach nur noch Spaß (Anm. d. Redaktion: Teile des Intensivtrainings werden in Englisch durchgeführt). 

Und als es dann ernst wurde und im November das Training-on-the-Job in Duisburg startete, war ich einerseits aufgeregt vor dem, was auf mich zukommt. Andererseits war ich aber auch gespannt, ob und wie ich mein Theoriewissen nun praktisch anwenden kann. Das Onboarding lief super, und die neuen Kollegen sind total nett. Und das Wichtigste: Ich habe wieder Spaß an dem, was ich tue, und freue mich wieder zu arbeiten. Das war vorher ganz lange nicht mehr der Fall.  

 

Was war der schönste Moment im Traineeship für dich? 

Es gab sehr viele schöne Momente. Welcher mir besonders gefallen hat, war der Tag, an dem wir die Firma Yusen Logistics zum Kennenlernen besucht haben – noch bevor das Traineeship startete. Ebenso genieße ich gerade den Alltag im Training-on-the-Job, jeden Tag zur Arbeit zu gehen und dabei Spaß zu haben sowie zu lernen, ist einfach toll. Die Kollegen sind alle super nett, und ich habe mich sofort dazugehörig gefühlt.   

 

Was findest Du am spannendsten an deinen neuen Aufgaben als IT-ler? 

Bisher ist einfach jeder Tag spannend. Dass Tolle an diesem Job ist, dass es nie langweilig wird. Jeder Tag bringt andere Herausforderungen mit sich, es entstehen andere Fehler, die gelöst werden müssen.  

 

Was sind deine nächsten Ziele? Was möchtest du als nächstes im IT-Bereich lernen? 

Schwierige Frage, der IT-Bereich ist so umfangreich und es gibt verdammt viele spannende Themen. Ich denke, ich freue mich auf alles, was noch kommt. 

 

Was siehst du als die größte Herausforderung dieses Quereinstiegs für dich? 

Alles zu behalten, was einem in der Theorie beigebracht wurde. Es ist sehr viel in sehr kurzer Zeit. Und alles zu lernen, was man braucht. Aber ich denke, es wird nach und nach kommen. „Learning by doing“. Ich muss noch lernen, mir selber etwas weniger Druck zu machen. Jetzt im Training-on-the-Job merke ich, dass man jeden Tag etwas dazu lernt und freue mich über jede Kleinigkeit, die ich im Intensivtraining gelernt habe und hier anwenden kann. Alles andere kommt mit der Routine und der Zeit.  

 

Was hat dich im Traineeship am meisten überrascht? 

Wie viel Spaß mir das Lernen macht. Und dass ich mich überwinden konnte, Englisch zu sprechen, und ich hier auch unterstützt wurde. Besonders schön finde ich auch den Austausch mit den anderen yakha Trainees, also das Kohorten-Netzwerk von yakha. 

 

Was würdest du anderen Bewerber:innen/Quereinsteiger:innen raten? Welchen Tipp würdest du ihnen geben?  

Traut euch. Einfach machen! Wenn ihr einen Job macht, der euch nicht gefällt, ändert etwas.  
Es lohnt sich, es selbst einfach nur zu versuchen. 

 

Falls du noch Fragen hast oder mehr über unser yakha Traineeship erfahren möchtest, schreib uns gerne eine E-Mail an talents(at)yakha.de.